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Star Trek Destiny - Götter der Nacht

Ich habe mich dieses Jahr dazu entschieden alle Spielekonsole zu Weihnachten aus der Hand zu legen und Weihnachten gemeinsam mit meiner Familie in meiner alten Heimat zu verbringen. Als Begleiter hatte ich den Sammelband von Star Trek Destiny im Gepäck. Eine echt schön aufgemachte Edition die alle drei Teile der Reihe umfasst und ausreichend Lesestoff für die Feiertage und die freie Zeit zwischen den Jahren bietet. Mittlerweile bin ich zur Hälfte durch und finde meine Meinung aus der ersten Lektüre nur bestätigt, dass hier ein Werk vorliegt, was an Dichte und Konsistenz im Bücheruniversum des Star Trek Franchise ohne Gleichen bleibt. Geschrieben hat diesen Wälzer ein alter Bekannter von Gegen die Zeit, David Mack.

 

Das epochale Crossover des Alphaquadranten schließt alles mit ein was sich das Fanherz wünscht. Zeitreisen, epische Raumschlachten, politisches Taktieren und den ewigen Zwist der Sternenflotte zwischen Verteidigung Ihrer Heimat und dem Erforschen der unendlichen Weiten. Es beginnt alles mit dem Auffinden der USS Columbia im Gammaquadranten, parallel zur Erzählung aus der Serie Deep Space Nine. Um dieses Schiff und dessen Weg in den Gammaquadranten entspinnt sich die gesamte Geschichte. Begleitet wird dies durch einen wieder auftauchenden Feind, die Borg. Die sich abweichend zu den älteren Erzählung dieses mal darauf verlegt haben, die Erde und alle anderen Welten der Föderation zu vernichten, nicht zu assimilieren. David Mack beschwört damit einen neuen anderen Feind herauf den Star Trek so noch nicht gesehen hat. Zwar treten sie in der Gestalt alter Bekannter auf, trotzdem wirken Sie in Ihrer Allmacht immer haushoch überlegen, den selbst der am besten gerüstete Jean Luc Picard kaum etwas entgegen zu setzen hat. 

 

Dies ist der erste Teil einer Romantrilogie und damit hat es nicht nur die Stärken dieser Poleposition sondern auch einige Schwächen. Die Erzählung brauch ziemlich lang um in Fahrt zu kommen und die Vorstellung der einzelnen handelnden Crews benötigt viel Zeit. Hier ist auch der Hund begraben, denn Destiny kann nur schwer für Erstleser im Star Trek Universum empfohlen werden, zwar werden die Personen im Einzelnen gut und ausführlich eingeführt, die schiere Anzahl der Charaktere die hier auf den Leser warten, stelle ich mir für Neulinge sehr überwältigend vor. Auch als erfahreneren Star Trek Leser, muss ich sagen dass mich der Cast der Erzählung teilweise erschlagen hat. Freundlicher Weise liegt dem Buch auch eine chronologische Aufzählung aller Charaktere und der jeweiligen Crewzugehörigkeit mit bei, das vereinfacht am Anfang die richtige Zuordnung. Auch die Kapitel beginnen immer mit der entsprechenden Jahreszahl zur Erzählung, dass macht die Orientierung auch noch einmal einfacher. Hier werden der Leserin und dem Leser also nur wenige Fallstricke in den Weg gelegt. 

 

Leider ist ein weiteres Manko dass die Teile der Erzählung keine wirkliche freistehende Episode bilden. Es also keinen wirklichen Höhepunkt gibt, dass mag durch die Tatsache der Trilogie auch nicht sonderlich überraschen, wurde aber bei anderen mehrteiligen Reihen der Star Trek Literatur besser gelöst. Hier ist Destiny sehr nah an der Vanguard Reihe (bei der David Mack ebenfalls mitwirkte) und bietet keine echte Abschlüsse am Ende eines Teils. Der erste Teil der Romantrilogie fühlt sich deswegen für mich an wie eine Auftaktepisode eines Mehrteilers aus TNG oder DS9.

 

Die Parallele zu DS9 und TNG kann für meinen Geschmack auch in der Endbewertung herangezogen werden, denn qualitativ haben wir hier einen der besten Mehrteiler aus dem Universum der Star Trek Bücher vorliegen. Wie zu Hochzeiten von TNG und später auch von DS9 ist dass hier auch ein echtes Highlight. 

 

Zwar kann ich den Roman und die ganze Trilogie nicht für Einsteiger in Sachen der Star Trek Romane empfehlen, für Fans der Reihen Titan, Vanguard oder Prometheus muss man hier aber eine ganz klare Empfehlung aussprechen. 

 

Zu diesem Roman wird es auch noch einmal eine ausführliche Besprechung im Podcast geben, vielleicht dann auch mit Gästen. 

 

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