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Perry Rhodan - Unternehmen Stardust

Die Menschheit reist zum Mond und findet dort, mit Hilfe der Arkoniden, einen Weg in die Zukunft. Hier habe ich meine Reise durch das Perryversum begonnen. Eine scheinbar nie endende Reise durch die Jahrzehnte der Heftromane. Am Anfang stand für mich die Eine Frage: Wo anfangen? Zu meinem persönlichen Glück hatte ich zu Beginn dieser Irrfahrt, einen Obi Wan an meiner Seite. Den lieben Mario Staas, der mir hier und da geholfen hat die richtige Richtung zu finden. Wahrscheinlich ist Crest dann die bessere Analogie, aber sei es darum. De Facto wäre es ohne Ihn nicht passiert und ich würde immer noch neidisch vor einem riesigen Berg von Science-Fiction-Gold stehen.

 

Die Nummer 1 "Unternehmen Stardust", welche im September 1961 erschienen ist und das erste von mittlerweile über dreitausend Heften in der Hauptserie (ohne jegliche Spinoffs oder Reboots), ist wohl die offensichtliche Antwort auf die Frage, wo denn nun zu beginnen ist. Auch wenn es so offensichtlich erscheint ist es wohl der schwere und vor Allem der lange Weg. Der richtig lange Weg. Die offenkundigen Probleme eines Einstiegs mittendrin, oder gar bei den aktuellen Heften, nämlich das Gefühl ein dummer Mensch zu sein, besteht hier nicht. Man beginnt bei Null und erlebt wie sich ein ganzes Universum entwickelt. 

 

Doch selbst in dieser komfortablen Lage kämpft man mit Dingen die einem das Lesen schwer machen. Es ist Literatur die aus der Zeit gefallen ist. Nicht nur in den Bezügen sondern auch in Sprache, kulturellen Hintergründen und dem allgemeinen Vorstellung was richtig und was falsch ist. So stolpert man ständig über eine allmächtige Autorität die dem ein oder anderen Charakter innewohnt. Man kämpft mit den Beziehungen die zwischen Frau und Mann bestehen. In diesem ganzen Konfliktfeld an Stereotypen wollen wir die schlimmsten Vorwürfe, der Ungleichbehandlung der unterschiedlichen Ethnien, mal ganz außen vor lassen. Wenn man eine Geschichte die in den Köpfen der 60'er Jahre ersonnen wurde, in das Spotlight der mittlerweile vorherrschenden allgemeinen Meinung stellt, so wirkt es von gestern, antiquiert und überholt. 

 

Doch wenn man es schafft, diese Schale aufzubrechen und den Kern der Sache zu betrachten, dann hat man die Möglichkeit etwas schönes in "Unternehmen Stardust" zu finden. Zwar waren die Köpfe hinter der Geschichte und den Charakteren der Reihe, Männer mittleren Alters der 60'er Jahre, aber es waren optimistische und progressive Köpfe. Man schaffte es entgegen anderer Science-Fiction eine Utopie zu schreiben und sich auf die Suche nach dem "Sollen" in der Zukunft zu begeben. Das vor dem Hintergrund der zeitgenössischen Verhältnisse aber losgelöst vom jeweils aktuellen Denken. Der Kontrast, der zwischen Perry Rhodan und den grauen Eminenzen der Erde entsteht, ist erfrischend und verweigert sich einem humeschen nautralistischen Fehlschluss. Wie soll der Mensch der Zukunft sein, was soll der Mensch von heute hinter sich lassen und was könnten wir als Menschen für ein ungeheures Potenzial entwickeln, wenn wir uns einig sein könnten. Die Auflösung des Nationalstaates, zugunsten eines Weltbürgers. Die Verhinderung eines Atomkrieges, mit der Hilfe der Arkoniden. Der Aufbruch in eine Zukunft die keine Grenzen kennt.

 

Im Nachhinein ist es schade, dass man anscheinend nicht den Mut hatte oder es einem Menschen nicht zutraute, die atomare Bedrohung des kalten Krieges aus sich heraus zu lösen. Hier musste man sich auf die arkonidische Technologie verlassen. Ob das nun ein zynischer Kommentar oder eine Vorhersage war, kann ich nicht beurteilen.

 

In "Unternehmen Stardust" ist viel drin, anscheinend zu viel, denn die darauffolgenden Hefte können das Versprechen nicht halten und verzetteln sich da wo sich "Unternehmen Stardust" aufgebaut hat.

 

Für Einsteiger ist das Heft nur bedingt zu empfehlen und man muss sich erst durch eine dicke Schicht an 60'er Jahre Vokabular kämpfen bevor man sich in den unendlichen Weiten von Karl Herbert Scheer und Perry wiederfindet. Hier hat meine Faszination gezündet und ich bin dran geblieben, denn selbst wenn in den Folgeheften die Qualität nicht gehalten werden kann, begeistert das Versprechen der längsten Science-Fiction-Geschichte der Welt immer noch. 

 

Schaut rein und traut euch. Es lohnt sich - Versprochen. 

 

Achso einen Tipp habe ich noch für euch: Am einfachsten ist entweder jemanden zu kennen, der einem etwaige Fragen zum Verständnis beantworten kann. Solltet ihr so jemanden nicht zur Hand haben, dann ist die PerryPedia zu empfehlen, dort kann man alles brauchbare nachlesen und sich einen Überblick verschaffen. Wenn ihr euch mit interessierten Lesern unterhalten wollt, stehen euch viele gutbesuchte und geführte Facebook-Gruppen oder auch der Discord-Server von WarpCore, der WarpTalk offen. 

 

Ich packe euch einen Affiliate-Link zu den Ebooks- Auf Amazon.de unten rein. Viel Spaß beim Lesen. 

 

Wenn ihr mehr über meine Reise durch der Perryversum hören wollt, dann schaut mal auf Warp-Core vorbei dort spreche ich immer mal wieder mit Mario über meine Fortschritte - in Form des WarpCast - A Beginners Guide to Perry Rhodan. 

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